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Was kochen wir? Wie kochen wir? Was bewegt uns? Wo kaufen wir? Wer sind wir?
Wissenschaftler gegen Fleisch Rumi und Sarah Veröffentlicht am 20. Nov 2009
Wie das Forbes magazine berichtet, wird Prof. Patrick Brown, einer der renommiertesten Bio-Wissenschaftler der Welt, eine 18-monatige Auszeit von seiner regulären Arbeit nehmen, um nach Wegen zu suchen, den globalen Fleischkonsum drastisch zu reduzieren. Pat Brown hat sich als Biochemiker an der Stanford University einen Ruf gemacht. Er ist außerdem Mitglied der National Academy of Science in den USA, und er arbeitet für das Howard Hughes Medical Institute. Er lebt seit 30 Jahren vegetarisch und seit 5 Jahren vegan. Zum Thema Umweltzerstörung und Fleischkonsum sagt er: »Es ist absolut unmöglich, dass wir die nächsten 50 Jahre so weitermachen wie bisher. Entweder wir handeln, oder wir sind Toast.« Prof. Brown weist darauf hin, dass die Fleischproduktion zwar nur für 9% der weltweiten CO2-Emissionen, dafür aber für 37% der vom Menschen verursachten Methan- und für 65% der vom Menschen verursachten Lachgasemissionen verantwortlich ist. Die beiden letzten Treibhausgase erwärmen das Klima deutlich stärker als CO2. Seine Lösung des Problems: Die Tierhaltung beenden, oder zumindest stark einschränken. Prof. Brown plant, in den ersten 6 Monaten seiner Auszeit ökonomische Modelle zu erarbeiten , die verdeutlichen, dass wir uns die »Nutztierhaltung« schlichtweg nicht leisten können. Danach will er sowohl daran arbeiten, bessere vegetarische Lebensmittel zu erzeugen als auch eine Strategie entwickeln, wie man die politischen, ökonomischen, rechtlichen und verhaltenswissenschaftlichen Herausforderungen meistern kann, um die Ernährung der Weltbevölkerung nachhaltiger zu gestalten.
Lebensmittelproduzenten gibt Prof. Brown den Ratschlag lieber jetzt statt später daran zu arbeiten, den Fleischkonsum zu reduzieren: »Fangen Sie am besten sofort an, ernsthafte Summen zu investieren und Alternativen zu finden, um zu überleben.« Bemerkenswert ist, dass Prof. Brown von allen Problemen auf der Welt die drastische Reduzierung der Fleischproduktion als das Wichtigste und Dringendste ansieht. Oft wird in diesem Zusammenhang an Themen wie die wachsende Weltbevölkerung gedacht. Ohne die Probleme des Bevölkerungswachstums herunterspielen zu wollen, sieht die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt in solchen Diskussionen auch die Tendenz, Probleme möglichst weit von uns wegschieben zu wollen. Mit dem Fokus auf die Weltbevölkerung vergessen wir oft, dass wir mit unserem Lebensstil in den Industrienationen die wahren Ressourcenverschwender sind. Die alten Tipps wie unsere Glühbirnen zu wechseln und sparsamere Autos zu kaufen, sind inzwischen überholt. Immer mehr Studien belegen, dass der Großteil unserer Umweltbelastung durch unsere fleischlastige Ernährung entsteht. Hier kann jeder Fleischesser bzw. Nicht-Veganer (mehr als 90% der deutschen Bevölkerung) sofort einen gravierenden Beitrag zur Rettung des Klimas leisten, ohne die Probleme in Entwicklungsländern suchen zu müssen.
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